Saldo-Brief Nr. 7 von erwinschmaeh.ch (15.07.2010)

Der Newsletter "Saldo-Brief" ist für Klein-Unternehmer gedacht die den Mut haben die KMU Nachfolgeregelung in Ihrem Unternehmen anzugehen. Vielleicht fühlen sich Söhne und Töchter von Kleinunternehmer angesprochen, oder auch Nachfolger von Unternehmen die durch unabhängige Finanzberatung Unterstützung wünschen. Möglicherweise finden sogar Berater von Kleinunternehmer interessante Tips für die KMU Nachfolgeregelung und Frühpensionierung.

Erwin Schmäh:
Unabhängige Finanzberatung, Frühpensionierung, KMU Nachfolgeregelung

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Verantwortlich für den Saldo-Brief ist:

Erwin Schmäh
Pensionierung und Nachfolgeregelung
Postfach 725
CH-8910 Affoltern am Albis

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Was können Sie von diesem Saldo-Brief erwarten?

1. Guten Tag und Grüezi mitenand
2. Krafttraining für die Alten.
3. Wie heute Geld angelegt wird, ist unverantwortlich.
4. Erbe gerecht verteilen, sonst droht ein systemisches Ungleichgewicht.
6. Und zum Schluss noch dies...

 

 

1. Guten Tag und grüezi mitenand

Letzte Woche berichtete 10vor10, immer mehr Arbeitgeber seien bestrebt ihre altgedienten Arbeitnehmer über die Zeit nach der Pensionierung hinaus, anzustellen. Als Beispiel wurde ein Bauführer gezeigt, welcher noch mit 66 motiviert und zielstrebig seinen Aufgaben nachgeht. Er sei von seinem Arbeitgeber gebeten worden noch länger zu arbeiten, meint er zufrieden grinsend.

Erstens, finde ich, motiviert sein ist keine Altersfrage, aber: Motivierte sind gesünder und zufriedener und somit stellt es eine wichtige Sache im Leben dar, zu wissen was man will und was man gerne tut, und das ganz besonders im Beruf.

Zweitens, bin ich überzeugt, wir werden schon bald erleben wie die Pensionierten von Ihren Arbeitgebern zurück an die Arbeit gezerrt werden, einfach weil es zu wenig Fachkräfte gibt. Die sich verändernde Demografie lässt grüssen.

Drittens, wie ich das schon mehrmals aufgeführt habe, beinhaltet eine gute Finanzplanung die Möglichkeit einer teilweisen Frühpensionierung mit einem schrittweisen Rückzug aus dem Arbeitsleben, denn wer ab 58 noch zu 80% arbeitet und das Arbeitspensum schrittweise senkt, kann bestimmt mit 68 noch freudig einer 20% oder 30% Arbeitstätigkeit nachgehen.

2. Krafttraining für die Alten

Unbestritten und den meisten ist klar: Bewegung tut dem Menschen gut. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch ein wenig schwieriger, regelmässig Motivation und Zeit dafür zu finden und Ausreden, warum sich der Mensch nicht hin und wieder bewegt, werden immer häufiger vorgebracht. Möglicherweise wissen Sie auch, wie sinnvoll und nützlich Kraftsport ist. Ein eindrückliches Beispiel liefert Charles Eugster, ein in der Schweiz lebender Engländer der uns allen zeigt wie es geht.

Seinem Beispiel können Sie einfach folgen, denn vermutlich sind Sie jünger wie dieser 87-jährige Mann. Und gut wird es uns ebenfalls tun, wie wissenschaftliche Studien der ETH Zürich beweisen. Diese haben nämlich gezeigt, dass ältere Menschen, auch über Neunzigjährige, mit gezieltem Training ihre Muskelkraft spürbar steigern. Zudem wird die Koordination und das Gleichgewicht erheblich verbessert. So lässt sich die Sturzgefahr im Alter deutlich vermindern und die Lebensqualität heben, kommen diverse Studien zum Schluss. Warum also nicht etwas regelmässiger in den Kraftraum, auch wenn wir noch etwas jünger sind, oder?

3. Wie heute Geld angelegt wird, ist unverantwortlich.

In einem Artikel in der Zeitung Sonntag vom 4. Juli 2010 findet sich ein höchst interessantes Interview mit Klaus Wellershoff dem früheren Chefökonom der UBS und heutigen Wirtschaftsberater. Er warnt darin, dass die Finanzindustrie die Altersvorsorge in der Schweiz in den Abgrund führt und warnt vor den USA.

Auf die Frage ob die Anleger Aktien abstossen und in Obligationen investieren sollten, meint Klaus Wellershoff: "Um Himmels willen nein. Wir leben in Zeiten aussergewöhnlich tiefer Zinsen. Und das heisst, dass Obligationen über die nächsten Jahre mit grosser Wahrscheinlichkeit negative Renditen bringen. Trotzdem raten die Banken ihren Kunden immer noch, Obligationen zu kaufen. Die Art und Weise, wie heute Geld angelegt wird, ist unverantwortlich."

Als Beispiel fügt er folgende Erklärung bei: "Nehmen Sie als Beispiel die Strategiefonds des Marktführers, der UBS. Je risikoscheuer Sie als Kunde anlegen möchten, desto mehr Obligationen bekommen Sie. Im konservativsten Portfolio sind fast 100 Prozent Obligationen drin. Auch die Pensionskassen und Lebensversicherer halten gezwungenermassen einen viel zu hohen Grad an Obligationen, weil ihnen das der Staat vorschreibt. Da laufen wir sehenden Auges in eine ganz schwierige Situation hinein.

Sein Interviewpartner kommt weiter unten auf die Staatsschulden der vielen Länder zu sprechen und möchte von Klaus Wellershoff wissen, von welchen Ländern die grösste Gefahr ausgehe? "Lassen Sie es mich so sagen: Im Euroland sind die Verschuldungsprobleme katastrophal, in Grossbritannien noch grösser als im Euroland und in den USA grösser als in Europa. Die Amerikaner haben die Europäer in der Verschuldungsquote dieses Jahr überholt. Dadurch, dass sie bis jetzt keinen glaubwürdigen Defizitreduktionsplan vorgelegt haben, stehen sie schlechter da als die Griechen. In dem Moment, wo die Finanzmärkte das realisieren, droht der Weltwirtschaft grosse Gefahr.

Grundsätzlich bin ich gegen Schwarzmalerei trotzdem sollten uns diese Aussagen nachdenklich stimmen. Was meine Kunden jedoch schon lange wissen und ich dementsprechend in meiner Beratung immer wieder mit Nachdruck unterstreiche: "Mit Obligationenanlagen werden in den kommenden Jahren keine Renditen erzielt.


Mein Profil bei Google mit dem Artikel zum Nachlesen

4. Erbe gerecht verteilen, sonst droht ein systemisches Ungleichgewicht.

Eine Schweizer Zeitschrift berichtete in einer der letzten Ausgaben von der Ungerechtigkeit beim Erben. Im vorliegenden Beispiel reklamierte eine Leserin, dass ihr jüngerer Bruder an der Uni studieren durfte, sie jedoch vom Stiftenlohn Geld zu Hause abgeben musste. Klar ist, die Eltern müssen für die Ausbildung aufkommen und für einen gerechten Ausgleich sorgen. Wer meint, wenn das nicht geschehe, sei das ungerecht, es gehe aber NUR um Geld und man könne doch verzichten, um einen Streit in der Familie zu verhindern. Leider nur zum Teil!

Jetzt fragen Sie sich möglicherweise was ich mit dieser Aussage bezwecke? Vorsicht es wird ziemlich spannend.

Viel wichtiger und meistens vollständig übersehen, wird in einem solchen Fall, der systemische Aspekt. Was heisst das? Familien bilden ein System von Menschen die miteinander verbunden sind, die Herkunftsfamilie also Eltern und Geschwister bilden für einen Menschen das prägendste System. Nun gibt es verborgene Dynamiken und dadurch mögliche Störungen. So gilt es für Fachleute als erwiesen, dass sich Verstrickungs-Dynamiken in der Herkunftsfamilie wiederum in der Wahlfamilie (Partner, Kinder) wiederholen.

Eine solche Verstrickung entsteht zum Beispiel wenn eine Person die Schuld für ein anderes Familienmitglied mittragen möchte. Unbewusst wird z.B. von einem Familienmitglied das Muster gelebt: "Ich sühne für dich", oder "Ich mache es so wie du". Zum Beispiel ist jemand Schuld ein ungerechtfertigtes Erbe erhalten zu haben und wird aus der Familie ausgestossen. Solche Verstrickungen, oder auch Lasten werden durch die Menschen in Familien, aus Liebe und Zugehörigkeit zu den Vorfahren, über Generationen unbewusst weiter getragen.

Das ein Mensch der sich "schuldig" fühlt, oft kein symptomfreies Leben führen kann, ist nachvollziehbar. Selten aber ist für diesen Menschen erkennbar, woher ein Symptom oder eben die Ursache stammt. Aus diesem Grund ist es auf längere Sicht eminent wichtig ein System gesund zu erhalten. In der Familientherapie wird diese Form der Therapie Familien- und Systemaufstellung genannt und schon seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert.

Was hat das mit meiner Arbeit als Finanzberater zu tun? Vielleicht erraten Sie es schon. In der Nachfolgeregelung ist die systemische Beratung essenziell, weil eben Systeme existieren die erfolgreich zusammengeführt werden sollen. Die Organisationsberatung (OA) oder eben Familien- und Systemaufstellung geht der Ursache auf den Grund, warum zum Beispiel eine Fusion oder Nachfolgeregelung bisher nicht erfolgreich geklappt hat. Natürlich sind einerseits die üblichen Punkte einer Nachfolgeregelung sicher zu stellen, doch andererseits stellt eine solche Beratung sicher, dass störende Dynamiken aufgelöst werden.

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Organisationsberatung (OA) oder eben Familien- und Systemaufstellung um zukünftig meinen Kunden darin einen Mehrwert zu bieten. Ich kann Ihnen versprechen das Thema ist spannend und Sie werden in einem der kommenden Saldo-Briefe weiteres dazu erfahren.

Methode der Organisationsaufstellung (OA) nutzen

5. Und zum Schluss noch dies...

Wann beginnen Ihre Ferien. Anders gefragt: Haben Sie auch das Gefühl, dass kurz vor den Ferien die Arbeit zunimmt und sämtliche Aufträge noch vor dem Ferienbeginn erledigt werden sollten? Die Aufträge stapeln sich und der Stressfaktor nimmt zu. Nach den Ferien, raubt schon der erste Arbeitstag die Hälfte der getankten Energie weil wirklich jeder, alles gleichzeitig will.

Was man dagegen tun kann? Informieren Sie Ihren Chef, Mitarbeiter und Kunden, dass Ihre Ferien einen Tag früher beginnen, wie geplant. Tun Sie das auch für den Arbeitsbeginn nach den Ferien, natürlich einen Tag oder noch besser zwei Tage später, wie Sie wirklich am Arbeitsplatz erscheinen.
Mit dieser Technik betreiben Sie geschickt Zeitmanagement und Gesundheitsvorsorge. Sie können vor den Ferien den Arbeitsplatz aufräumen und die Rückkehr vorbereiten. Ihr Stellvertreter übernimmt bereits Ihre Anrufe und informiert auch gleichzeitig, wann Sie nach den Ferien, wieder am Arbeitsplatz sein werden. Natürlich ein bis zwei Tage später.

So klappt auch der Beginn nach den Ferien viel besser. Sie können von Ihrem Stellvertreter die Arbeiten und Aufgaben übernehmen, Vorbereitungen treffen, Kalender studieren, das Neueste erfahren und Prioritäten setzten. Sogar oder ganz besonders Selbstständige sollten das tun, denn diese Spezies ist stark gefährdet zu wenig Ferien zu geniessen und damit über zu wenig Energie für Ihre Kunden zu verfügen.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen schöne Ferien und kommen Sie energiegeladen und gesund wieder, denn Ihre Kunden und Mitarbeiter werden das bestimmt zu schätzen wissen.

Bis auf bald?

Ihr Erwin Schmäh
Pensionierung und Nachfolgeregelung

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Erwin Schmäh - Pensionierung und Nachfolgeregelung
Postfach 725 - CH-8910 Affoltern am Albis - 044 760 35 88

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Das waren die letzten Saldo-Brief Ausgaben:

 

 

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