10 wertvolle Tipps die Ihre Pensionierung vereinfachen.
Möglicherweise fragen Sie sich, wie Sie schnell und einfach Ihre Pensionierung planen können? Nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der 10 wichtigesten Tipps die Ihnen helfen, erfolgreich die Pensionierung zu planen. Persönlich die Planung der Pensionierung gedanklich durchzugehen hilft Ihnen später mit Ihrem unabhängigen Finanzberater die notwenidgen Fragen zu stellen.
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1. Frühzeitig ein Konzept für die Pensionierung und Nachfolgeregelung planen.
Wahrscheinlich ist der erste Hinweis am Leichtesten umzusetzende und der Wichtigste überhaupt, denn das zu späte Planen und Unterlassen von notwendigen Schritten auf den Zeitpunkt der Berufsaufgabe kostet meistens viel Geld und Ärger. Ich behaupte sogar, dass wenige Monate vor der Pensionierung eine Finanzplanung nicht mehr von grossem finanziellem Erfolg sein kann. Denken Sie z. B. an die Steuerplanung um nur einen Aspekt zu nennen. Eine Steueroptimierung in Sinne einer maximalen Steuersenkung muss von langer Hand geplant werden um über mehrere Steuerperioden das Einkommen, die Altersvorsorge und die Liquidität koordinieren zu können. Weil sich die meisten Männer und Frauen nicht wirklich mit der Pensionierung und Nachfolgeplanung beschäftigen, ist das Aufschieben bis zum letzten Moment ein Fehler der von vielen Menschen gemacht wird. Das führt mich zum zweiten Punkt, welcher vielleicht noch grössere Auswirkungen auf die Pensionsplanung haben könnte. Wollen Sie wissen um was es sich handelt? Lesen Sie einfach weiter, dann erfahren Sie es.
2. Mentale Vorbereitung auf die Pensionierung vereinfacht das Leben:
Die mentale Pensionsplanung ist ein zentraler Punkt um erfolgreich die finanzielle Pensionsplanung durchzuführen: In meiner Praxis erlebe ich wie sich viele Menschen erst nach der Pensionierung Gedanken zur neuen Situation machen. Ständig wird dieser Schritt und die damit zusammenhängenden Veränderungen verdrängt. Wissen Sie warum? Ja, Sie ahnen es: Angst, wie es nach der Pensionierung weiter geht. Lesen Sie dazu auch meine Ausführungen "Wie Kleinunternehmer ihre Pensionierung anpacken" wo ich zu den Ängsten von Klein-Unternehmer Stellung nehme. Ich bin der Überzeugung, die mentale Pensionsplanung ist notwendige Vorbereitung um die finanzielle Pensionsplanung zum Erfolg zu bringen: Wie sich ein Bergsteiger gedanklich durch die schwierigen Kletterpassagen hangelt, sollten sich Klein-Unternehmer Gedanken zur Nachfolgeregelungen und den möglichen Lebensveränderungen machen. Erst anschliessend kann die Finanzplanung entspannt angegangen werden womit sich bestimmt jeder die Frage stellt: Über wieviel Geld verfüge ich und reicht das überhaupt?
3. Liquidität locker planen aber bitte nicht alles gleichzeitig verflüssigen:
Unterliegen Sie nicht der Versuchung sämtliche Fälligkeiten von Kapitalanlagen, Einmaleinlagen- und prämienpflichtigen Versicherungen genau auf die Pensionierung zu terminieren. Ich erlebe das immer wieder. Besser ist es, wenn Sie die Auszahlungen auf verschiedene Jahre verteilen und frühzeitig berechnen wie lange das Kapital investiert bleiben darf bis ein Teil des Geldes eingesetzt werden soll. Daraus resultieren zwei hauptsächliche Vorteile. 1) Kapitalauszahlungen aus 2. Säule und Säule 3a die in verschiedenen Steuerperiode fällig werden, kosten weniger Steuern. 2) Wenn Ihr Geld länger angelegt bleibt vermindert sich das Anlagerisiko und es resultieren tiefere Kosten. Lassen Sie mich dazu ein Beispiel machen: Nehmen wir an, Sie legen im 60. Altersjahr 100'000 Franken an und glauben irrtümlich die Finanzanlage im 65. Altersjahr verflüssigen zu müssen. Für diese kurze Anlagezeit sind nur geringe Renditen bei einem vertretbaren Risiko zu erwarten. Hingegen ist bei einer 10- oder 15jährigen Anlagedauer eine höhere Rendite bei gleichem Risiko möglich und die Anlage muss nicht 2 oder 3 Mal gekauft werden womit weniger Kosten entstehen. Aber wissen Sie schon, wieviel Geld sie brauchen werden? Eine Frage der wir im nächsten Kapitel auf den Grund gehen, also jetzt schnell zum Punkt 4 und weiter lesen.
4. Warum ein Budget die Pensionierung erleichtert:
Viele Menschen wissen nicht wieviel Geld sie im Laufe des Jahres einnehmen geschweige denn wie sie es wieder ausgeben. Geht Ihnen das auch so? Wenn Sie jedoch wollen, dass nach der Pensionierung das Ersparte zur Deckung der Ausgaben reicht, erarbeiten Sie mit Vorteil ein Budget. Das geht ganz leicht verwenden Sie dazu meine Budget-Checkliste zur Vorbereitung der Pensionierung. Nebenbei: Eine Aufgabe auf welche Profis vom kleinsten bis zum grössten Unternehmen nicht verzichten. Und wissen Sie warum? Weil jeder der diese Aufgabe faktenbewusst ausführt detaillierte Kenntnisse zu seinem Betrieb gewinnt, pardon zu seiner Finanzsituation. Sie wissen schon alles? Sie glauben nicht wie oft ich Familien antreffe die einzelne Versicherungen schon jahrelang doppelt bezahlen. Oder Ehefrauen die das Einkommen ihrer Ehemänner nicht kennen obwohl sie schon jahrelang die Steuererklärung gegenzeichnen. Weitere Beispiele gefällig? Wie hoch waren die Ausgaben für die letzten Ferien? Nein, ich will Sie nicht weiter quälen. Dennoch bemerken sie jetzt, ein Budget gibt Antwort welche Ausgaben Sie sich weiterhin leisten könnten oder eben auf welche Sie verzichten müssten wenn zukünftig ein Teil des Einkommens wegfällt. Vielleicht haben sie jedoch Gelegenheit und den Optimismus ein neues Einkommen zu erzielen und bedürfen dadurch weniger Geldmitteln aus ihren Reserven. Doch zuerst sind Gedanken zu anstehenden Investitionen zu machen worauf der nächste Punkt näher eingeht.
5. Investitionen rechtzeitig kalkulieren lohnt sich:
Wenn sie demnächst das Eigenheim renovieren wollen oder den Bau eines eigenen Swimmingpools im Garten planen, sollten sie diese Investitionen auf jeden Fall terminieren. "Natürlich", sagen sie, "tut doch jeder". Was ich meine, ist die Berücksichtigung dass diese Beträge investiert bzw. abfliessen werden. Listen sie alle grösseren Investitionen über 20'000 Franken auf, die in den kommenden 5 - 10 Jahren anstehen. Denken sie an aufwendige Ferien, ein neues Auto, grosszügige Geld- oder Schmuckgeschenke, Unterhaltsaufwendungen für Ihr Eigenheim, Ersatzkauf von Möbeln, usw., denn der Abfluss grosser Beträge schmälert oder übersteigt vielfach das Einkommen und muss vom Vermögen abgezogen werden. Besser wenn der Geldabfluss dieser Summen in der Anlagenplanung berücksichtigt ist damit diese Gelder nicht langfristig angelegt werden. Eingeplante Beträge die nicht benötigt werden, stehen für überraschend notwendig gewordene Investitionen zur Verfügung. Hätten sie hingegen keine Beträge reserviert und das gesamte Geld langfristig angelegt, wären sie abhängig vom aktuellen Stand ihrer Anlagen. Noch ein paar Augenblicke bis zu den Anlagen, denn die Hypotheken sollten ebenfalls in den Berechnungen berücksichtigt werden.
6. Hypotheken terminieren, dann liebt Sie sogar der Banker.
Üblicherweise ist das Eigenheim teilweise mittels Hypothek fremdfinanziert. Wie haben sie die Hypotheken terminiert? Terminieren sie die Fälligkeit der verschiedenen Tranchen in unterschiedlichen Jahren, so schlagen höhere Zinsen nicht sofort auf das Ausgabenbudget durch. Planen sie hingegen ein Teil der Hypotheken zu amortisieren, ist wie oben schon beschrieben dieser Mittelabfluss zu kalkulieren. Beachten Sie zudem, dass mittelfristig die steuerliche Abzugsfähigkeit der Schuldzinsen wegfallen könnte. Aktuell sind wieder Bestrebungen in diese Richtung zu erkennen. Bestimmt eine gute Sache, doch glaube ich, dass dieser Schritt in weiter Ferne liegt weil dann zu viele Akteure auf hohe Profite verzichten müssten. Nicht zuletzt würden Kreditgeber auf Schuldzinseinnahmen verzichten und besonders die Ferienkantone auf Steuereinnahmen aus Eigenmietwertbesteuerung, denn wenn der Schuldzinsabzug weg fällt wäre die Eigenmietwertbesteuerung nicht mehr gerechtfertigt. Doch lassen Sie uns nicht die private Altersvorsorge vergessen und lesen Sie jetzt dazu Punkt 7.
7. Kapitalzahlungen aus Altersvorsorge erleichtern die Finanzplanung:
Zeit die eingehenden Kapitalflüsse zu berücksichtigen. Da bieten sich die Auszahlungen der verschiedenen Säule 3a Konti und Policen an. Denken Sie daran, die Auszahlungen zu staffeln und nicht gleichzeitig oder sogar im selben Jahr wie die Guthaben aus 2. Säule auszahlen lassen. Warum? Weil die Kapitalleistungssteuern anteilsmässig bei grösseren Summen höher ausfallen womit die Staffelung auf verschiedene Jahre die fällig werdenden Steuern insgesamt senken. Anzumerken bleibt die Möglichkeit, Auszahlungen der Säule 3a und 2. Säule-Guthaben unter gewissen Umständen bis zum 70. Altersjahr terminieren zu können. Ein wichtiger Punkt: Schliesslich können so die entsprechenden Kapitalleistungen über eine ziemlich lange Zeit mit den Liquiditätsanforderungen, wie unter Punkt 5 und 6 diskutiert, erfüllt werden. Letzeres führt oft zum Zeitpunkt der Pensionierung zum Überfluss an Liquidität. Ein Aspekt der meistens übersehen wird, was hingegen erlauben würde das bereits vor der Pensionierung vorhandene Vermögen längerfristig anzulegen. Bekanntlich mindert langfristig angelegtes Kapital die Anlagerisiken was ein Ziel jeder Finanzplanung und Nachfolgeplanung ist. Zusätzliche Einkommen machen diesen Aspekt noch dringlicher. Eines der weiteren Einkommen ist die AHV-Rente welche im kommenden Teil beschrieben wird.
8. AHV-Rente beantragen
Ich empfehle mindestens 9-12 Monate vor Ihrer Pensionierung die AHV Rente bei Ihrer AHV-Zweigstelle zu beantragen, denn automatisch erhalten Sie die AHV-Rente nicht. Im Gegensatz dazu stellt man Ihnen automatisch die AHV-Beiträge in Rechnung. Denken Sie daran, jeder Mann und jede Frau bleibt bis zur ordentlichen Pensionierung beitragspflichtig auch wenn diese Person keine Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. Denken Sie daran wenn sie vorzeitig die Pensionierung angehen, denn jede Beitragslücke kann eine Kürzung der AHV-Rente zur Folge haben. Wenn der Ehepartner erwerbstätig ist gilt für den Nichterwerbstätigen unter Umständen die Beitragspflicht als erfüllt.
Bekanntlich kann die AHV-Rente schon 1 oder 2 Jahre vor dem ordentlichen Pensionierungsalter bezogen werden - aber aufgepasst die AHV-Rente wird dann um 6.8% pro Vorbezugsjahr gekürzt, ausser bei Frauen mit Jahrgang 1947 bis 1940, sie müssen nur 3.4% Kürzung pro Vorbezugsjahr kalkulieren. Weniger bekannt ist die Möglichkeit, die AHV-Rente später als das ordentliche Pensionierungsalter zu beziehen. Sollte das Erwerbseinkommen über das 65. Altersjahr hinaus grosszügig fliessen, und davon sollten Sie als gesunder Optimist ausgehen, folglich genügend flüssige Mittel ausbezahlt werden, können Sie zugunsten einer höheren Rente nach der Aufschubzeit, den AHV-Rentenbezug um 1 bis höchstens 5 Jahre hinaus zögern. Erneut verbessert sich dadurch die Liquidität und sollte zusammen mit dem übrigen Einkommen berücksichtigt werden. Ein bisschen viel meinen Sie? Es kommt noch besser beim Entscheid Kapital oder Rente aus der beruflichen Vorsorge zu beziehen, aber schauen Sie doch einfach weiter.
9. Kapital oder Rente aus beruflicher Vorsorge: Welches ist der beste Tipp?
Auf den Zeitpunkt der Pensionierung kann mindestens (25%) oder wenn es das Vorsorgereglement vorsieht, das gesamte Altersvorsorgeguthaben in Kapitalform aus der beruflichen Vorsorge bezogen werden. Standartgemäss wird dem Versicherten bei Pensionierung die Rente ausgerichtet weshalb er den gewünschten Kapitalbezug bei der Vorsorgeeinrichtung vorzeitig anmelden muss. Die Frist zur Einreichung der Kapitaloption kann von wenigen Monaten bis 3 Jahre betragen. Empfehlenswert ist dazu das Vorsorgereglement zu studieren.
Die Vor- und Nachteile " Kapital oder Rente" beschreibe ich auf meiner Website weshalb ich an dieser Stelle darauf verzichte. Wichtig, es handelt sich um zwei grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen, die nicht nur faktisch sondern auch gefühlsmässig völlig unterschiedlich erlebt werden. Beim Rentenbezug steht ein Einkommen zur Verfügung auf welches kein Einfluss ausgeübt werden kann. Die Rente wird ausbezahlt ob ein Liquiditätsanspruch besteht oder nicht. Entsprechend hoch fallen die Einkommenssteuern aus die zusammen mit dem übrigen Einkommen die Basis zur Einkommensbesteuerung bildet. Sollte folglich ein Einkommen aus anderer Quelle bestehen oder die BVG-Rente die regelmässigen Ausgaben übersteigen, wäre unter Umständen ein Kapitalbezug anstatt die Rentenzahlung angebracht.
Hingegen verlangen Kapitalbezug und die anschliessende Verwaltung eines grossen Vermögens Aufmerksamkeit, ein Anlagekonzept und eine andere menschliche Einstellung zum Leben. Es ist manchmal besser die Rentenvariante zu wählen obwohl die Kapitaloption finanziell günstiger wäre, weil man sich emotional nicht in der Lage fühlt den Bezug des Pensionskassengeldes zu verkraften. Wenn Sie die Kapitaloption ins Auge fassen, empfehle ich Ihnen auf jeden Fall, die Dienste eines guten Finanzplaners in Anspruch zu nehmen. Für Klein-Unternehmer und Inhaber eines Kleinbetriebs gilt diese Empfehlung sowieso denn die Nachfolgeregelung im Kleinbetrieb ist mit noch mehr Emotionen und Ängsten verbunden.
10. Vermögensanlagen prüfen und locker reich werden.
Uff, erst jetzt kümmern wir uns um die Vermögensanlagen und die Festlegung welcher Anteil des Vermögens wann gebraucht wird. Nachdem die vorangegangenen 9 Punkte detailliert bearbeitet wurden ist dieser letzte Teil keine Hexerei mehr. Sie glauben das nicht? In diesem Stadium ist schnell zu eruieren zu welchem Zeitpunkt wieviel Geld zur Verfügung stehen muss. Erinnern Sie sich? Sie haben sich überlegt, wann welche Investitionen notwendig sind; wann welche Auszahlungen fällig sind sowie welches Einkommen zur Verfügung steht und nicht zuletzt, welchen regelmässigen Ausgaben übers Jahr anstehen. Jetzt werden Sie feststellen, dass ein Anteil der Anlagesumme längere Zeit nicht eingesetzt werden muss. Und genau darum geht es! Die Geldsummen welche in den Jahren der Pensionierung fällig werden sichern das Einkommen, bzw. die Liquidität für viele Jahre. Nehmen wir doch einfach mal an Sie wären etwa 57 und würden sich die ersten Gedanken zur Pensionierung machen, ein guter Zeitpunkt also. Durch Ihre Vorarbeit wüssten Sie, dass Sie in den Jahren nach der Pensionierung um 65, für eine gewisse Zeit, sagen wir etwa 5 Jahre aus fällig werdender Altersvorsorge genügend flüssige Mittel hätten um alle Aufwendungen zu finanzieren. Demnach können Sie mit 57 annehmen, dass bereits vorhandenes Geld für die kommenden 13 Jahre angelegt werden könnte. Natürlich vorausgesetzt, Ihre Einkommen würde bis 65 reichen sämtliche Ausgaben zu decken. So kennen wir den Anlagehorizont der entsprechenden Summe und somit eines der wichtigsten Angaben die Ihr Anlageberater benötigt.
So das wär's. Ich bin sicher Sie können damit etwas anfangen und in Eigenregie die Pensionierung planen. Wenn Sie sich das nicht zutrauen, nehme ich jetzt gerne Ihren Auftrag für eine Finanzplanung entgegen, aber das wissen Sie bestimmt schon, einfach jetzt ein
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